
Unter dem assoziativen Titel Schöner Wohnen hat Iska Jehl in einer temporären Installation in einem Abbruchhaus fortgesetzt. Im Frühjahr 2005 hat sie die leere Küche des Hauses in München-Bogenhausen als Kulisse für die Inszenierung diverser Barbieküchen aus den Jahren 1978 bis 2005 genutzt.
Proportional auf die Größenverhältnisse der Miniaturmöbel reduziert, baut sie den gekachelten und durchfensterten Raum an der Lamontstrasse mit all seinen Charakteristiken nach, um ihn als Bühnenbild für den Auftritt makelloser Einrichtungsgegenstände aus der Puppenwelt zu nutzen. In einem subtil befremdlichen Nebeneinander verschleifen sich die menschlichen Spuren der jahrzehntelangen Abnutzung mit dem ewig währenden Schein hochglanzpolierter Spielwarenmodelle. Schöner Wohnen?
Dr. Stefanie Dathe
